Zelten, wandern, schwimmen und eine Fjordsafari

Ich habe mich verliebt. Dass ich eine Schwäche für skandinavischen Einrichtungsstil und Bekleidung habe ist mir klar. Von dem her war es eigentlich auch zu erwarten, dass mir Skandinavien ebenso landschaftlich sehr imponiert – und das tut es. Ich liebe die Fjorde, die Berge (die noch zum Teil mit Schnee bedeckt sind) die grünen, saftigen Wiesen, die Wasserfälle, die Canyons, die glänzenden Gebirgsseen, die einsam in der unendlichen Weite stehenden Häuschen mit ihrer roten oder weißen Holzverkleidung, die Ruhe, das Gefühl absolut mit der Natur verbunden zu sein. Und dann ist da noch diese absolute Spontanität an dieser Reise, die ich in den letzten Tagen lieben gelernt habe. Wir haben im Voraus keine Pläne gemacht, leben von Tag zu Tag. Wir entscheiden am Abend was wir am nächsten Tag machen und wohin wir wollen. Wir wissen nicht wo wir am Abend unsere Zelte aufschlagen werden. Wir lassen uns treiben. Ein unbeschreiblich gutes Gefühl absoluter Freiheit ☺️.

Und so komme ich auch schon zum Zelten. Im Vorhinein hatte ich natürlich keine Ahnung, ob mir diese Form der Übernachtungsmöglichkeit auch wirklich liegt. Ich kann mich dunkel erinnern, einmal als Kind während eines Ausfluges für eine Nacht gezeltet zu haben. Das wars dann auch schon. Ich muss auch  ehrlich gestehen, dass ich damit gerechnet habe, spätestens nach der zweiten oder dritten Nacht im Zelt aufzugeben und mir in weiterer Folge Hostels zu suchen. Somit musste ich es einfach versuchen. Man weiß schließlich erst, ob einem was liegt, wenn man es auch probiert hat. Und ja (ich muss ungläubig schmunzeln während ich das schreibe): mir liegt es. Das Zelt ist ratz fatz aufgebaut (ja, von mir alleine 😜), ich stelle es dort auf, wo es mir gefällt (tendenziell in der Nähe eines Sees), ich habe meine sieben Sachen immer bei mir, ich bin damit sehr flexibel und spontan was meinen Aufenthaltsort betrifft und darüber hinaus ist es eine sehr kostengünstige Option ein Land zu bereisen. Und jeder, der schon mal in Norwegen war weiß, dass es sich hier um ein recht teures Pflaster handelt. Somit tut das Zelt meiner Reisekasse gut. Klar, ich höre jetzt schon diverse Stimmen, die den Komfort des Zeltes in Frage stellen. Diesen kann man mit einer guten Isomatte, einem flauschigen Schlafsack und Pölstern ganz schön verbessern ☺️.

Bevor es für mich in meinen Schlafsack geht, möchte ich euch noch schnell über die Ereignisse der letzten Tage schreiben (ich merke gerade wie sehr ich davon abgeschweift bin 😉).

Wir haben drei lange Wandertouren gemacht. Die erste Tour führt uns von Kinsarvik aus zu drei sehr imposanten Wasserfällen. Wir haben zum Teil sehr steile Passagen zu überwinden. Die Wanderung ist mit rund 5 Stunden am kürzesten.

Unsere zweite Wanderung (10,5 Stunden) führt uns von Kinsarvik über den Dronningstien nach Lofthus. Dabei können wir ein wunderschönes Panorama über den Hardangerfjord genießen, für mich definitiv eines der Schönsten bisher.

Die Wanderung ist teils sehr kräfteraubend, da Schneefelder noch die Markierungen verdecken und wir so manchmal vom Weg abkommen und uns in Latschenfeldern wieder finden, aus denen man erst mal wieder rauskommen muss. Die Schneefelder zwingen uns auch noch zu der einen oder anderen Rutschpartie, wobei wir von Schafen beobachtet werden, die sich (so hat man das Gefühl) ihren Teil dabei denken 😉.

Eine Runde schwimmen im Gebirgssee ist auch hier ein MUSS, wobei es bei der einen Runde bleibt, da er wirklich sehr, sehr kalt ist.

Unsere dritte Wanderung ist eine Wanderung durch einen Canyon. Auch hier erleben wir wieder spektakuläre Wasserfälle und einfach nur wunderschöne Natur. Immer begleitet von Sonnenschein. Nicht erst ein Einheimischer hat uns darauf hingewiesen, dass wir damit großes Glück haben.

Neben der ganzen Natur hat es uns auch in ein kleineres Städtchen verschlagen. Nach Flåm, berühmt unter anderem für den guten Ziegenkäse. Es gibt hier auch die berühmte Flåmsbana, die sehr gerne von Touristen in Anspruch genommen wird. Wir drei haben uns für eine Fjordsafari entschieden. Dabei wird man mit einem warmen Anzug und Skibrille ausgestattet, auf ein Speedboot gesetzt und darf den berühmten Aurlandsfjord entlang fahren. Tiere bekommt man auch zu sehen. Viele Schafe und Ziegen. Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis, welches ich gerne weiterempfehle.

Für uns steht morgen ein absoluter Entspannungstag an. Wir sind in Kjørnes gelandet und wollen unseren Tag Seele baumelnd am See verbringen.

Bis zum nächsten Mal☺️

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4 Gedanken zu “Zelten, wandern, schwimmen und eine Fjordsafari

  1. Ulli

    Liebe Theresa!
    Ich freue mich, dass du eine so schöne Zeit in Norwegen verbringst. Die Bilder sind ja wirklich beeindruckend. Ich wünsche dir weiterhin alles Liebe und Gute für die Reise durch dieses faszinierende Land. Liebe Grüße auch an deine Freunde!

    Ulli

    Gefällt 1 Person

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